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ST. NIKOLAUS KIRCHE

Die St. Nikolaskirche und die St. AlŽbĚtakirche

 

Die Gründung der St. Nikolaskirche und der St.  Elisabethkirche fällt in die zwanziger Jahre des 13.Jahrh. Die erste schriftliche Erwähnung der Kirche  bezieht sich auf das Jahr 1239, in dem angeblich einer der seitlichen Altare eingeweiht wurde. Im Jahre 1258 wurde das Patronatsrecht des Kaisers an den Orden der deutschen Ritter abgetreten, die es bis zum Ende des 16.Jahrh. behielten. Die ersten Umbauten der Spätromanischen Basilika folgten im Jahre 1270, als die Kirche beim Stadtbrannt  völlig ausbrannte. Noch vor dem gesamten gotischen Umbau im 15.Jahrh. bekam die Kirche ein neues Presbyterium. Dank der Initiative des reichen egerischen  Stadtbürgers Sigmund Wann kam es in den Jahren  1456-1470 zum grundsätzlichen Umbau der Kirche. Die Bauaufsicht wurde  Meister Jorgen aus Eger anvertraut und die Verkeilung der drei Kirchenschiffe dem Meister  Erhard Pauer aus Eichstätt. Die Gewölbemalereien fertigte Meister Lukas aus Nürnberg und die Wandmalereien sind von Georg Eberhardt aus Eger. Die Kirche gehörte  ihrer Zeit zu den größten Hallenkirchen in Mitteleuropa. In den Jahren 1660-1720 wurde das Kircheninnere im Barockstil nachgebaut. Im Jahre  1740 beschädigte ein Blitzschlag den gotischen Turm der Kirche. Der Stadtrat bat den berühmten Architekten  und gebürtigen Egerer Balthasar Neumann um die Fertigung der Pläne für die neuen  Türme. Seinem Entwurf nach wurde 1756-1758 der  Südturm gebaut,  abgeschlossen mit einem doppelten zwiebelförmigen Dach. Die Kirchentürme wurden jedoch im Jahre 1809 wieder vom Feuer zerstört. In den Jahren 1862-1864 und  1890-1894 wurde eine  grundliegende Regotisierung  des Iterieurs  durchgeführt. Im Jahre  1894 wurden auf der Empore Meisterorgeln aus der Werkstatt des Martin Zaus installiert.. Im Jahre 1945 kam es beim Artilleriebeschuss zur erneuten Beschädigung beider Türme, die bis heute nur provisorisch überdacht sind.

            Die St. Nikolaskirche  besteht aus einer spätgotischen Halle mit drei Kirchenschiffen, einer frühgotischen Empore und zwei romanischen Türmen an den Seiten.  Von der ürsprünglichen romanischen Basilika sind die unteren Stockwerke der Türme erhalten geblieben, das westlich abgestufte Portal und die Figurmotive in der Stirnwand der nördlichen Vorhalle. Die verzierten Vorhallen der westlichen, südlichen und nördlichen Seite wurden im pseudogotischen  Stil (19.Jahrh.) ausgebaut. 

 

Verantwortlich: Tourist-Information
Entstanden / aktualisiert: 7.6.2005 / 7.6.2005 | Veröffentlichen von: 7.6.2005

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