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Keine Zeitung für Wallenstein

Keine Zeitung für Wallenstein Jindřich Turek seit 25 Jahren Chronist der Stadt

Keine Zeitung für Wallenstein

Jindřich Turek seit 25 Jahren Chronist der Stadt

Alle zwei Jahre werden in Cheb/Eger die Wallensteinfestspiele gefeiert. Miroslav Kněbort, Darsteller des berühmten Feldherren, lässt sich dann immer berichten, was seit seinem letzten Besuch in der Stadt passiert ist. Bei diesem historischen Fest wäre es allerdings nicht zeitgemäß, ihm ausgewählte Zeitungsberichte zur Lektüre vorzulegen. Stattdessen werden dem Herzog vom Chronisten der Stadt, Jindřich Turek, die kalligrafisch nach mittelalterlichen Vorbildern gestaltete Jahrbücher feierlich zur Einsichtnahme überreicht. Anstelle von Fotos hat der Künstler alle wichtigen Ereignisse nach Art der mittelalterlichen Buchmalereien dargestellt. Der General findet stets bewundernde Worte für diese einzigartigen Dokumentationen, die Jindrich Tuřek nun schon seit 25 Jahren angefertigt hat. Gnädig gestattet der hohe Gast dann dem staunenden Volke, diese Meisterwerke ebenfalls zu besichtigen.

Jindrich Tuřek hat sich seine Fachkenntnisse über die kalligraphischen Schreibstile vergangener Zeiten als Autodidakt angeeignet. Schon seit seiner Jugend haben ihn die mittelalterlichen Handschriften fasziniert. Mit 17 Jahren begann er, seine Familienchronik in dieser historischen Art zu gestalten. So erreichte er eine bewundernswerte Handgeschicklichkeit. Als er den zweiten Band dieser Familienchronik im Jahre 1993 in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorstellte, bekam er das Angebot, als Stadtchronist von Cheb zu arbeiten. Seitdem gestaltet Turek auch das Goldene Buch der Stadt, Urkunden und Festschriften.

Zu seinem 25jährigen „Dienstjubiläum“ gab die Stadt einen Wandkalender mit Beispielen aus seinem Schaffen heraus. Dieser wird im Tourist-Info für 135,- Kč angeboten.

Im vergangenen September gestaltete der Künstler die Dankesurkunde für den Zimmermeister Josef Hauer aus Parkstein, der für die Stadt Cheb einzigartige  Modelle der Dachstühle des Gablerhauses und der Klosterkirche der Franziskaner kostenlos angefertigt hatte. „Dieses Blatt musste ich allerdings zweimal machen“, sagte Jindřich Turek. „Als ich nämlich den deutschen Text abschrieb, machte ich einen Fehler, und ich entdeckte ihn erst, als ich die Arbeit fast beendet hatte.“

 

Günther Juba

Fotos:

Titelblatt zur Jahreschronik 2009

Jindřich Turek als Aussteller moderner Kunst beim Festival der Egerer Hinterhöfe

Herzog Albrecht von Wallenstein und seine Gemahlin tragen sich in das Goldene Buch ein.

Verantwortlich: Tourist-Information
Entstanden / aktualisiert: 14.1.2019 / 14.1.2019
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