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Große Ehre für einen großen Meister

Große Ehre für einen großen Meister Feier zur Übergabe der Dachstuhl-Modelle

Große Ehre für einen großen Meister

Feier zur Übergabe der Dachstuhl-Modelle

Die Kirche „Mariä Verkündigung“ des Klosters der Franziskaner war bis auf den letzten Platz besetzt, als Zimmerermeister Josef Hauer aus Parkstein die Modelle der Dachstühle des Gablerhauses und der Franziskanerkirche der Stadt Cheb/Eger als Geschenk übergab.

Die Feierstunde wurde mit Musikstücken alter Meister von den Stadtpfeifern aus Třeboň festlich eröffnet.

Die Vorsitzende des Stiftungsfonds Historisches Cheb, Frau PhDr. Marcela Brabačová, konnte als Ehrengäste begrüßen, darunter Tanja Schiffmann, Bürgermeisterin aus Parkstein, Michal Pospišíl Vizebürgermeister aus Cheb, in Begleitung von Vertretern aus allen Parteien im Stadtrat, den Bauhistoriker Michal Panáček, von dem die Pläne für die Dachstühle stammen, Konrad Dippel, der das Holz für die Modelle gestiftet hatte, Maria und Günther Juba, deren Initiative der Bau der Modelle zu verdanken ist, Ulrika Hart, Mitglied des Stiftungsfonds Historisches Cheb, Karheinz Hoyer, zweiter Bürgermeister aus Waldsassen, den Amberger Berufsschullehrer Karl Müller, Tobias Knauer von der Handwerkskammer Weiden und Rainer Christoph vom Förderverein Goldene Straße.

Frau Brabačová erinnerte daran, wie der Kontakt zu dem Zimmerermeister Josef Hauer dank freundschaftlicher grenzüberschreitender Verbindungen zustande kam. „Sie haben durch Ihre großartigen Meisterleistungen, die wir heute von Ihnen als Geschenk erhalten, ein wunderbares Beispiel für eine liebenswerte Nachbarschaft mit Deutschland gegeben.“

Vizebürgermeister Michal Pospišíl erinnerte daran, dass der vor 700 Jahren erstellte Dachstuhl der Franziskanerkirche in ganz Böhmen einzigartig ist und bedankte sich im Namen der Stadt und für das großartige Geschenk.

Vor der Übergabe der Dachstuhlmodelle trug Karl Müller in festlicher Zunftkleidung  einen Zimmermannsspruch vor:„ … An dem Modell kann man jetzt sehen, wie einst die Arbeit war geschehen. Ein Meisterwerk! – Und sein Erbauer, das ist der liebe Josef Hauer…“

Der Bauhistoriker Michal Panáček hob hervor, wie ausgezeichnet seine Planzeichnungen, genau bis ins kleinste Detail von dem Zimmermann aus Parkstein als Modelle erstellt wurden.

Zimmerermeister Josef Hauer gab die Bewunderung für seine Arbeit weiter an die Zimmerleute, die vor 700 Jahren ohne Computerberechnungen und nur mit Muskelkraft diese Meisterwerke der Handwerkskunst geschaffen hatten, so perfekt und stabil, dass sie über Jahrhunderte alle Stürme der Zeit überstehen konnten.

Nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt wurde die Feier mit Egerländer Liedern, vorgetragen von Richard Šulko, der auch als Übersetzer tätig war, beendet.

Bei den deutsch-tschechischen Gesprächen nach der Feier war man sich einig: Die Führungen durch die einzigartigen Dachstühle der Egerer Patrizierhäuser und die Besichtigungen ihrer Modelle, gefertigt von dem Zimmerermeister Josef Hauer aus Parkstein, wird künftig nicht nur eine Attraktion für Touristen sein, sondern auch Ziel grenzüberschreitender Fachtagungen von Historikern und Handwerkern.

 

Günther Juba

Fotos:

Josef Hauer bei seinen Dankesworten

Vor den Modellen (v. l.): Günther Juba, Marcela Brabačová, Josef Hauer, Tanja Schiffmann und Michal Pospišíl

Besichtigung aller ausgestellten Modelle

Verantwortlich: Tourist-Information
Entstanden / aktualisiert: 20.9.2018 / 20.9.2018
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