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Internationale Konferenz über historische Dachstühle

Internationale Konferenz über historische Dachstühle Tagung von mehr als achtzig Teilnehmern aus sechs Ländern

Internationale Konferenz über historische Dachstühle

Tagung von mehr als achtzig Teilnehmern aus sechs Ländern

 

Cheb/Eger ist der ideale Ort für eine Versammlung von Experten über die Kunst mittelalterlicher Zimmerleute. Es ist einzigartig, dass es hier, bei den Patrizierhäusern rund um den Marktplatz, noch ein unversehrtes Ensemble an historischen Dachstühlen gibtDies entdeckte man erst vor knapp vier Jahren. Schon im Mai 2017 eröffnete daraufhin der „Stiftungsfonds Historisches Eger“ eine Besuchertrasse. Das Interesse an den Besichtigungen übertraf alle Erwartungen, nicht nur bei Experten, sondern auch bei Schulklassen und vielen Besuchern der Stadt. Sehr schnell gelang es auch, diese besterhaltenen historischen Meisterwerke in den Nachbarländern bekanntzumachen.

Der Dachstuhl der Franziskanerkirche ist bereits 700 Jahre alt – und damit das älteste Werk der mittelalterlichen Zimmerleute auf dem Gebiet der Tschechischen Republik. Im Rahmen der Festveranstaltungen zu diesem Jubiläumsjahr trafen sich mehr als achtzig Experten für historische Dachstühle im Kulturzentrum Svoboda Cheb zum Erfahrungsaustausch. Frau Dr. Marcela Brabačová, Leiterin der Abteilung für Kultur, und der Bauhistoriker Michal Panáček konnten Historiker, Architekten, Zimmermeister, sowie die Vertreter von Universitäten, Museen und Denkmalämtern in Tschechien und auch aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Slowakei und aus Polen begrüßen.

Cheb ist derzeit noch die einzige Stadt in der Tschechischen Republik, die Führungen unter den Dächern von Stadthäusern durchführt. Schwerpunkte der Tagung waren die Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die gemeinsame Werbung, die optimale Gestaltung von Besuchertrassen, pädagogische Hinweise zu den Besichtigungen und zu den Vorführungen der Arbeitsweise mittelalterlicher Zimmerleute, sowie die Herstellung von Modellen historischer Dachstühle.

Zwei Oberpfälzer fanden mit ihren Beiträgen das größte Interesse der Teilnehmer: der ehemalige Berufsschullehrer Karl Müller, dessen pädagogisch kreativ gestalteten Führungen auf dem Dachstuhl der Amberger Martinskirche beispielhaft sind, sowie der Parksteiner Zimmermeister Josef Hauer, der für die Stadt Cheb Modelle der Dachstühle des Egerer Gablerhauses und der 700jährigen Franziskanerkirche erstellt hatte. Großen Beifall erhielt der bereits 82jährige Joset Hauer auch für sein erst kürzlich fertiggestelltes Modell der Münchener Frauenkirche, das aus 3017 Einzelteilen besteht.

 

Günther Juba

Fotos:

Karl Müller bei seinem Vortrag im Kulturzentrum Svoboda

Verantwortlich: Tourist-Information
Entstanden / aktualisiert: 22.10.2019 / 22.10.2019
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