Touristisches
Infozentrum Cheb

Engel, Teufel und Eislaufprinzessinnen

Weihnachtsmarkt in Eger

Ein Besuch des Weihnachtsmarktes in Cheb/Eger ist auch für deutsche Familien ein besonderes Erlebnis. Das stimmungsvolles Ambiente auf diesem historischen Platz, mit dem Stöckl und den Gebäuden aus Gotik, Renaissance und Barock, das feierliche Glockenspiel vom Rathausturm, die bunte Vielfalt des Angebots an böhmischen Spezialitäten, gibt es nur hier.

 

In der Mitte des Platzes, umgeben von den Verkaufshäuschen, steht der Stall von Bethlehem. Seine fast lebensgroßen Krippenfiguren, sowie die Gelegenheit, echte Schafe, Ziegen und einen Esel streicheln zu dürfen, begeistern die Kinder.

Kindergärten, Schulen und Vereine haben für ihren Auftritt geprobt. Es gibt außerdem auch Veranstaltungen professioneller Schauspieler und Künstler. Unter die Besucher mischen sich Märchengestalten, Engel und Teufel, Zauberer und Drehorgelspieler, sowie viele andere festlich gekleidete Gestalten. Sänger und Musikanten laden alle zum Mitsingen ein.

Eine besondere Attraktion ist der Eislaufplatz vor dem Stöckl. Dort gibt es Wettbewerbe für die jungen Schlittschuhläufer. Im Stöckl gibt es für die Kinder eine „Christkindl-Werkstatt“. Hier können Sie Geschenke für ihre Eltern basteln.

 

Jeden Abend, um 17 Uhr, ertönt vom Rathausturm das Glockenspiel mit weihnachtlichen Weisen. Bald danach erscheint ein Nachtwächter auf dem Marktplatz. Mit mächtiger Stimme fordert er alle Kinder auf, jetzt nach Hause zu gehen.

Ab 18 Uhr sind alle künstlerischen Veranstaltungen beendet und nur noch die Erwachsenen dürfen bleiben, um ihre Einkäufe für den Weihnachtsabend zu machen.

 

Leider wurden in das Programm auch Beiträge aufgenommen, die nur eine möglichst große Zahl von Besuchern anlocken sollen: Es treten bekannte Popstars auf, Musikgruppen dröhnen lautstark amerikanische Hits, die meist zur vorweihnachtlichen Zeit keinerlei Bezug haben. Sogar Kinderdiscos dürfen nicht fehlen.

Die Erwartungen an eine besinnliche Vorfreude auf das Weihnachtsfest werden nicht immer erfüllt.

 

Als es kein Weihnachten geben durfte

Zur Zeit des Kommunismus waren alle christlichen Feste in Tschechien tabuisiert. Deshalb gab es in Cheb keinerlei Weihnachtsschmuck.

Wer Spielzeug für die Kinder, Christbaumschmuck oder Lebkuchen zum Christfest einkaufen wollte, musste schon über die Grenze in die DDR fahren, wo im Erzgebirge die Engel, die drehbaren Weihnachtspyramiden, die Räuchermännchen und die Nussknacker wichtige (Devisen bringende) Artikel für den Export in die westlichen Länder waren.

Nur auf den sächsischen Weihnachtsmärkten durften die Besucher aus Cheb eine adventliche  Stimmung erleben. Allerdings konnten sich nicht, wie die Touristen aus Westdeutschland, teure Einkäufe leisten.

 

Günther Juba

 

Fotos:

Der stimmungsvolle Egerer Weihnachtsmarkt

Verantwortlich: Tourist-Information
Entstanden / aktualisiert: 13.12.2015 / 13.12.2015

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